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Wie funktioniert ein Online-Kredit?



Ein Online-Kredit ist preiswerter als ein in einer Bankfiliale aufgenommenes Darlehen, da das Geldinstitut weniger Bearbeitungskosten als bei einem persönlichen Gespräch hat. Zwischen den einzelnen Angeboten für Online-Darlehen bestehen jedoch starke Unterschiede, sodass ein Preisvergleich unverzichtbar ist. Dabei achten Kreditsuchende außer auf den effektiven Jahreszinssatz auf Vertragsbedingungen wie die Möglichkeit zu kostenfreien Sondertilgungen oder das Recht zu gelegentlichen Ratenaussetzungen. Naturgemäß wirkt sich die vereinbarte Laufzeit ebenfalls auf die Gesamtkosten eines Online-Kredits aus, da die vereinbarten Zinsen für jedes Jahr zu zahlen sind. Die Bearbeitungsdauer eines online eingereichten Kreditantrages beläuft sich bei vielen Banken auf ein bis zwei Wochen. Wer eine schnellere Geldauszahlung wünscht, entscheidet sich für einen Sofortkredit. In diesem Fall ist bei den meisten inländischen Banken die Geldauszahlung innerhalb von zwei Bankarbeitstagen üblich.

Der Kreditantrag

Der Kreditnehmer muss für ein Online-Darlehen einen Kreditantrag ausfüllen, eigenhändig unterschreiben und an die Bank schicken. Ein Fax erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an die eigenhändige Unterschrift, einige Banken verlangen dennoch ausdrücklich den Zugang der Unterlagen auf dem Postweg. So gut wie jedes Geldinstitut fordert für die Kreditbearbeitung die Vorlage mindestens der aktuellen Gehaltsabrechnung ein. Je nach Bank sind häufig auch Kopien der letzten drei Lohnabrechnungen einzusenden. Ob der Antragsteller zusätzlich eine Kopie seines Arbeitsvertrages oder Ablichtungen der aktuellen Kontoauszüge einreichen muss, wird je nach Bank unterschiedlich gehandhabt und geht aus den Anweisungen des Kreditinstituts für die Zusendung der benötigten Unterlagen hervor. Selbstständige und Freiberufler weisen ihr Einkommen bei Online-Krediten für private Zwecke zumeist anhand des letzten Steuerbescheids nach.
Arbeitnehmer mit Nebeneinkünften achten darauf, dass sie eine Online-Bank als Vertragspartner wählen, die alle Einkünfte und nicht lediglich das Hauptarbeitsentgelt in ihre Haushaltsrechnung einbezieht. Die Schufa-Anfrage nimmt die Bank automatisch vor. Wenn ein negativer Bonitätseintrag vorliegt, können Verbraucher einen Online-Kredit ohne Schufa in der Schweiz aufnehmen. Die Angabe des Verwendungszwecks ist bei über das Internet aufgenommenen Verbraucherkrediten grundsätzlich nicht erforderlich. Eine Ausnahme bilden Sonderprodukte wie der Autokredit, da die Bank den günstigen Zinssatz in diesem Fall ausdrücklich nur für eine bestimmte Mittelverwendung einräumt.

Die Identitätsfeststellung

Der Gesetzgeber schreibt die Identitätsfeststellung bei jeder Kreditvergabe vor. Eine Ausnahme gilt nur, wenn der Kreditkunde der Bank bereits aus einer laufenden oder einer früheren Geschäftsbeziehung bekannt ist. Der übliche Weg für die Identitätsprüfung besteht im Postident-Verfahren. Hierfür besucht der Kreditkunde ein Postamt seiner Wahl, wo der Angestellte seine Angaben zur Person mit den im Ausweis aufgeführten Daten abgleicht. Einige über zusätzliche Filialen verfügende Online-Banken erlauben dem Antragsteller, den Ausweis persönlich in einer Zweigstelle vorzuzeigen. Eine Besonderheit gilt, wenn die Online-Bank ihre Lizenz in Luxemburg erworben hat. In diesem Fall darf sie anders als die von der BaFin zertifizierten Geldinstitute eine Kopie des Personalausweises als Legitimation für die Kreditaufnahme anerkennen.

Die Auszahlung

Die Auszahlung des beantragten Online-Kredites erfolgt üblicherweise per Überweisung auf das Girokonto des Kreditnehmers. Einzelne Institute bieten auf Wunsch die Kreditauszahlung durch eine Zahlungsanweisung zur Verrechnung an. Diese kann der Empfänger zur Gutschrift auf ein Bankkonto einreichen oder sich bei einem Postamt in bar auszahlen lassen.


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